Wildbienen am Naturschutzhof
Im Rahmen unseres Projekts „Wildbienenfreundliche Streuobstwiese“, gefördert durch Blühendes Österreich, fand in den Jahren 2024 und 2025 eine umfassende Wildbienenkartierung statt.
Fachkundige Expertinnen des Umweltbüros Biodivers erfassten die Bestände mithilfe von Netzfängen und Sichtbeobachtungen – und die Ergebnisse können sich sehen lassen:
Die Ergebnisse belegen die ökologische Relevanz des Untersuchungsstandorts und dessen Potenzial als Rückzugsraum für gefährdete und spezialisierte Wildbienenarten..Stefanie Pontasch, Pauline BühlerUSP: Biodivers 2025
Der Bestand an Wildbienen wurde vier Mal im Mai 2024 und 2025 erhoben.
Hier das Ergebnis in Zahlen:
Insgesamt wurden 60 Individuen aus 16 Arten und sechs Gattungen dokumentiert. Besonders erfreulich: Unter den Nachweisen finden sich sowohl bodennistende als auch oberirdisch nistende Arten. Das zeigt, dass die Streuobstwiese ein breites Angebot an geeigneten Lebensräumen bereithält.
Auch die Analyse der Ernährungsstrategien ist aufschlussreich: Die große Zahl polylektischer Arten weist auf ein reichhaltiges und vielfältiges Blütenangebot hin, während das Vorkommen oligolektischer Arten darauf schließen lässt, dass hier auch ganz bestimmte, spezialisierte Futterpflanzen vorkommen.
Ein besonderes Highlight ist der Nachweis zweier potenziell gefährdeter Arten der Roten Liste Deutschlands:
- Mauerbiene (Osmia niveata)
- Dunkle Schmalbiene (Lasioglossum parvulum)
Ihre Präsenz macht deutlich, welche naturschutzfachliche Bedeutung dieser Standort hat – nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Rückzugsgebiet für seltene und spezialisierte Wildbienenarten.
Fazit: Unsere Streuobstwiese ist weit mehr als eine blühende Landschaft – sie ist ein wertvolles Mosaik im Netzwerk der Biodiversität.
Hier geht’s zum Projektbericht:


